Schwarzwasser-Jernbanegade-Mörka drömmar

Øresund

...and as we met again, I thought „you're never as beautiful as when autumn turns into winter and you feel left and angry,
as when the tides in the small glass of water that you are rise high, and I can feel the salty stains running down my chin (you pour so carelessly) when we're close.“
And there's always a place left in my heart for you though I know we'll be seperated for long now
by a number of mountains, billiontons of stone, too many of them to count.
I love your angryness, and the lights you light in the corner of your room
Be well and aware / and
I'll miss your skies.
---
...und als wir uns wieder trafen dachte ich „am schönsten bist du,
wenn Herbst und Winter sich berühren und du dich verlassen fühlst und zornig
die Wellen in dem Wasserglas (das du bist)
hoch
schlagen lässt,
die salzigen Tropfen die achtlos fließen (als wir uns nahe sind) meinen Hals herabrinnen.“

...

Der erste Schnee des Jahres
prasselte in kleinen Körnern auf den synthetischen Stoff meiner Jacke
auf den Stufen des Bahnhofs von Fredericia
- da brannten seit Tagen die Weihnachtslichter in den Fenstern der Sundstädte,
lagen meine Bücher unberührt in schiefen Stapeln im warmen Süden Bayerns -
und rutschte hinab in tiefe Pfützen aus Dauerregen.
Und alle Ansichtskarten die ich in den roten Kasten warf,
sie erzählten sichtbare Nichtigkeiten
aus dem Leben einer Stadt.
---
Medan vinden rasade runt samma gamla hörnen och regnen fyllde luften med lilla nålstickar / vi fick dalig sömn / av föräldrarnas stenhuggda drömmar.
Und während der Winter die gleichen alten Ecken schnitt und der Regen die Luft mit kleinen Nadelstichen füllte
Verfolgten uns die steingeschlagenen Träume unserer Eltern in den Schlaf.














[F.N., Sund, 12/2011]